Prof. Dr. Dr. h. c. Hermann Goltz †
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
Seminar für Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen
Lebenslauf
- Geboren 1946
- von 1964-69 Studium der Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Schwerpunkt: Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen), zusätzliche slavistische, byzantinistische und orientalistische Studien
- 1972 Promotion zum Dr. theol.
- 1979 Habilitation (zur slavisch-patristischen Übersetzungsliteratur)
- seit 1981 Leitung des Lehrstuhls für Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- von 1988-93 Leiter der Theol. Studienabteilung bei der Konferenz Europäischer Kirchen in Genf
- 1998 Gründung des Mesrop Zentrums für Armenische Studien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- seit 2000 Mitwirkung an der Rekonstruktion des Lepsiushauses Potsdam und der Wiedereröffnung der Deutsch-Armenischen Akademie an diesem Ort
- Träger des Mesrop-Ordens des armenischen Katholikosats von Kilikien (Antelias bei Beirut), des Daniel-Ordens des Moskauer Patriarchen sowie des Sahak-und-Mesrop-Ordens des Katholikos aller Armenier (Etchmiadzin)
- Ehrendoktor der Jerewaner Staatsuniversität
- Am 9. Dezember 2010 ist Hermann Goltz einer schweren Krankheit erlegen
Wissenschaftliche Schwerpunkte
- Ikonographie und Hymnologie der Orthodoxen Kirchen
- Die oströmische (‚byzantinische’) und orientalisch-orthodoxe Kultur
- Das Corpus areopagiticum in den orientalischen und osteuropäischen Kulturen
- Armenische Apostolische Kirche
- Deutschland, Armenien und die Türkei – Kulturbeziehungen und Völkermord
Webangebote
Publikationen (Auswahl)
- Alles von Zarin und Teufel. Europäische Russlandbilder aus vier Jahrhunderten. Die gesamten Rovinskij-Materialien zu einer Russischen Ikonographie. Mit einem Vorwort von Fritz Pleitgen, 2 Bände, Köln 2006
- Die biblische Gestalt des „Volkes Israel”. Ein christlich-orientalischer Typos in Händels Oratorium “Israel in Egypt”, in: Händel-Jahrbuch LII (2006), S. 13-24
- H. P. Blavatsky (Elena P. Blavatskaja) – Hexe oder Büßerin? Eine kritische Anmerkung zur Verhältnisbestimmung von Esoterik und östlicher orthodoxer Spiritualität, in: Esoterik und Christentum. Religionsgeschichtliche und theologische Perspektiven, FS Helmut Obst, hrsg. von Michael Bergunder und Daniel Cyranka, Leipzig 2005, S. 119-128
- Offenes Ethnos versus geschlossenes Imperium: Der armenische kulturale Archetyp, in: Armenia on the Way to Europe, ed. Ashot Voskanian, Jerewan 2005, S. 37-46 (armenische Version), S. 288-298 (deutsche Version)
- Die Moskauer Zarenkrönung von 1856. Alexander II. und Maria Alexandrovna. Die Beschreibung in der Riesen-Prachtausgabe des Zarenhofes. Faksimile-Edition (Elektronische Ressource), Stuttgart 2003 (Epizentralarchiv. II)
- Der gerettete Schatz der Armenier aus Kilikien (parallele englische Ausgabe: Rescued Armenian Treasures from Cilicia), Wiesbaden 2000
- Sophies Erzählung vom Todes Hadschi Murats und Lev Tolstojs kritische Kulturtheorie der Wiesendistel, in: Mysljascju svobodno imenem i nravom. Zu Ehren von Dietrich Freydank, hrsg. von Swetlana Mengel unter Mitarbeit von Thomas Daiber, Münster 2000, S. 57-82
- Zum System der Illuminierung des armenischen Hymnariums Scharaknotz, in: Cutik Halleakan – Kleine Sammlung armenologischer Untersuchungen, hrsg. von Walter Beltz und Armenuhi Drost-Abgarjan, Hallische Beiträge zur Orientwissenschaft 20, Halle an der Saale 1995, S. 102-152
- Der neuentdeckte hallische Prólog-Band von 1642/43: Ein Denkmal russischer Spiritualität, in: Wiss. Zeitschrift der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Gesellschafts- und Sprachwiss. Reihe, 38, Heft 4, 1989, S. 113-134
- Akathistos – Hymnen der Ostkirche, Leipzig 1988
- Hiera Mesiteia. Zur Theorie der hierarchischen Sozietät im Corpus areopagiticum, Erlangen 1974
Letzte Änderung: 02.02.2011 12:44 Uhr